Mädchen

(text: dirk raulf)

 

sie lächelte als man sie fand

und sagte: war wohl nicht mein tag

und dann noch etwas das man nicht verstand

und  laut: ich weiß am besten was ich mag

 

der wald hielt sie im off`nen arm

die erde kühl der himmel leer

das gras noch feucht die luft beinah schon warm

sie sagt: ich kam so gern hierher

 

sie sagt: er mochte sommersprossen

er wollte weit weit fort mit mir

er hätte mich ja so genossen

ich wär sein lebenselixier

 

sie wollte in den himmel springen

sie wollte sternenfresser sein

wollt fliegen und den schatten

auf dem wasser wandern seh`n

und bat nicht bös` mit ihr zu sein

 

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ich wusste nicht mal wie sie hieß

sie schaute still den wolken nach

und sagte: wollte doch nur glücklich sein

hauptsache man ist nicht allein

 

die sterne blaß wie alte schrift

und blätter bleich im morgenmond

ihr leib so hell wie frische milch

fragt ob da oben jemand wohnt

 

sie lächelte als man sie fand

und sagte: ich fühle mich so licht

und dann noch etwas das man nicht verstand

und laut: eine windsbraut werd` ich nicht

 

der wald trägt eine graue decke

sieht aus als wär`s ein alter hut

der nebel wispert dass er rückwärts leben heißt

ich hatt` gehofft er wär mir gut

der nebel wispert dass er rückwärts leben heißt

ich hatt` geglaubt er wär mir gut